„An apple a day keeps the doctor away" — schön wär's. Selbst mit einem gesunden Lebensstil bleiben Krankheitskosten nicht aus. Wie lassen sich Krankheitskosten, Prämien und Selbstbehalte in der Steuererklärung richtig abziehen? FIN erklärt, welche Abzüge möglich sind, wo die kantonalen Unterschiede liegen und wie du mit ein paar Praxistipps das Beste aus deiner Steuererklärung herausholst.
Welche Krankheitskosten sind steuerlich absetzbar?
Viele Krankenkassen stellen auf Anfrage jährlich eine Übersicht über Prämien und Gesundheitskosten aus — ein hilfreiches Dokument für die Steuererklärung. Abzugsfähig sind grundsätzlich Kosten, die medizinisch notwendig sind und nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
Ärztliche Behandlungen
- Hausärzte, Fachärzte, Spitalaufenthalte
- Medikamente, Impfungen
Zahnmedizinische Leistungen
- Zahnbehandlungen und Korrekturen
- Dentalhygiene
- Leistungen von Zahntechnikern
Alternativmedizin
- Behandlungen durch anerkannte Naturheilpraktiker
Hilfsmittel
- Brillen, Kontaktlinsen, Augenlasern
- Hörgeräte
- Prothesen und medizinische Apparate
Therapien & Reha
- Massagen, Kuraufenthalte
- Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie
Spezialernährung
- Diätkosten bei Krankheiten wie Diabetes oder Zöliakie
Tipp: Auch Einkäufe in Apotheken oder Drogerien sind oft abziehbar — wenn sie ärztlich verordnet sind. Mit Trust FIN Tax Portal kannst du Quittungen digital erfassen und strukturiert ablegen.
Krankenkassenprämien und Selbstbehalte richtig eintragen
Krankenkassenprämien und selbst bezahlte Krankheitskosten können dein steuerbares Einkommen reduzieren, sofern sie den gesetzlichen Selbstbehalt übersteigen. So gehst du vor:
- Addiere alle selbst getragenen Krankheits- und Unfallkosten
- Ziehe den Selbstbehalt gemäss deines Kantons ab (meist rund 5 % des Nettoeinkommens)
- Trage den Restbetrag auf Seite 3 deiner Steuererklärung ein: „Zusätzliche Abzüge — Krankheits- und Unfallkosten" (mit Beiblatt)
Kantonale Unterschiede
Die Höhe des Selbstbehalts und der anerkannten Krankenkassenprämien variiert stark zwischen den Kantonen. Prüfe die kantonale Wegleitung oder nutze unseren Schweizer Steuerrechner für einen schnellen Überblick.
Praxistipps
Tipp 1: Vergiss kleine Ausgaben nicht — auch Apothekenkäufe, Drogerieartikel oder Transportkosten zu Therapien zählen, wenn sie medizinisch notwendig sind.
Tipp 2: Trage in deiner Steuererklärung immer den maximal zulässigen Pauschalbetrag für Krankenkassenprämien ein.
Fazit
Krankheitskosten und Krankenkassenprämien gehören zu den wichtigsten steuerlich abzugsfähigen Positionen in der Schweiz. Mit etwas Vorbereitung, sorgfältiger Dokumentation und digitaler Unterstützung kannst du deine Steuerlast deutlich senken. Fordere eine persönliche Einschätzung an oder erhalte sofort eine Offerte.